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Dies oder das – oder das?

Mein Buch kommt zum März heraus. Eine anekdotisches Mutmachbuch für Aus- und Umsteiger mit praktischen Tipps und hilfreichen Fragestellungen. Der Text wird gerade vom Verlag redigiert und ich füge noch eine Passage hinzu. Beim Titel wollen wir nun eine Entscheidung treffen. Welcher Umschlag passt? Zum Reinkommen habe ich eine Textprobe ausgesucht:

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Angesprochen sind Leser, die einen neuen Weg gehen wollen, etwa mit einem Foodtruck oder einem anderen Angebot, das in die Zeit passt und ihnen entspricht. Bitte Kommentar abgeben. Ein Ausschnitt aus dem Buch:

Koche doch Deine eigene Suppe – nach Deinem eigenen Rezept

 

"Ein großer Teil angestellter Menschen schleppt sich zur Arbeit, der Anteil jener, die innerliche längst gekündigt haben, ist enorm. Sie tun Job nach Uhr, „Job searching for Feierabend, searching for Weekend". Ist das normal? Traurig, oder? Solche Mitarbeiter möchte ich nicht „beschäftigen“. Viele Menschen, die merken, dass es so für sie nicht weiter geht, „dass da noch mehr geht“, die ahnen, dass das nicht alles gewesen sein kann, sind auf der Suche. In einer Urlaubs-Situation auf Sylt erhoffen sie, dem Thema Traumberuf, Talent und Berufung einmal nachgehen zu können, am Meer geht das gut. Hier kann man auch seinen Frust in den Wind schreien oder ein Klagelied am Watt singen. Während einer Suppe „bei dem Morell“ lässt sich über das Thema doch gut plaudern. „Der tickt anders, dem geht’s wohl gut“ Sie docken sich gerne an, einige finden in ihrem gewohnten Umfeld keinen mehr, der sich über solche Themen tiefer austauschen mag. Kein Wunder, die sind angstbesetzt. Und Du als Role Model Selbstständiger löst Dich, wirst zur Projektionsfläche. Du bist einer, der Wirkmacht entfaltet, der sich aufmacht. Das ist brandgefährlich. Sie wissen, sie bleiben zurück.

 

Einige Freie haben in diesem Stadium längst diverse Berufungs-Literatur durchgearbeitet, nahmen an Berufungs-Online-Seminaren teil, sind aktiv in Berufungs- Gruppen, die von Berufungs-Coaches moderiert werden. Hier eint die Vorstellung, erst müsse man die Berufungs-Frage für sich klären, erst dann ginge es weiter. Erst nach Abklärung sei die Bahn frei und die Energie da, sich aufzumachen. Ein Side-Step, ein Ausbrechen auf die falsche Bahn, das Setzen aufs falsche (tote?) Pferd, das will man nicht mehr, bedeutet es doch wieder Zeit- und Energieverschwendung. Beides soll vermieden werden, denn: Life is short und es gibt viel zu tun. Welch Stress! Wieviel Frustration wird über diese Gedanken generiert? Da kommt die alles entscheidende Frage doch zur rechten Zeit. Sie poppt auf in einer hellen Sekunde, wo sich der Raum ausdehnt. Am Meer, unter der Dusche, bei einer nächtlichen Autobahnfahrt. Sie lautet:

Was will ich wirklich, wirklich, wirklich – und wofür? Für viele eine unerhörte, vielleicht aber doch auch Erlösung versprechende Frage.

Ich bin mir heute ganz sicher: Es geht nicht darum, meine Berufung zu finden. Ich lebe meine Berufung mehr und mehr. Bedeutet für mich: Berufung hin zu MIR, zu meinem Leben. Ich fühle mich berufen, meine Antwort zu geben auf die Frage, die mir das Leben stellt. Ich bin die Antwort. Diese darf verschiedene Formen annehmen. Deshalb ist die Frage „Ist dies nun mein Job, ist es das, was ich machen soll? Das, was besser ist als das, was ich vorher tat? Ist es das nun?“ überhaupt nicht hilfreich. Es tut sich immer wieder eine neue Tür

auf. Hier darf ich schauen, was sich noch auftut, welche Aspekte meiner Persönlichkeit hier zum Tragen kommen, was sich nochmals entfalten darf: Kinobetreiber sein, Seiminarhausbetreiber an der Schlei, Bio-Feinkostgeschäft-Besitzer in Hamburg, Strandkorbvermieter, Bioeis-Verkäufer, Kaffee-Barista, Riesen-Seifenblasen-Bereiter und und und ... Ich habe vor Jahren proklamiert: Ich folge der Freude. Heisst: Ich mache immer mehr von dem, was Freude macht, was Freude verspricht. Und das hat Folgen. Es sortiert sich sehr schnell aus, Vieles fällt weg und freudlose Baustellen werden geschlossen. „Ich folge der Freude“ ist offenbar auch eine Provokation. Ich merke es an den Reaktionen. Bezeichnend ist diese „Herr Morell, das Leben ist kein Ponyhof“ Kann man so sehen – muss man aber nicht.

 

Es geht offenbar darum, damit umgehen zu lernen, dass man nur EINS ist, dabei eben vielfarbig. Der „Beruf“ ist unwichtig. Ich bin Viele, so viele Aspekte wollen gelebt werden. Was sich beruflich zeigt und als sicher sich ausgibt, als etwas „Erreichtes“, das entpuppt sich – betrachtet auf einem Spielfeld – doch nur als weitere Fassette meines Innersten. Diese als solche zu würdigen und einzuordnen ist dann ein Schritt. Das Aussen signalisiert dann oft, man habe es doch noch nicht getroffen. Und das hört man dann oft von Menschen, die dieses Abenteuer nicht leben, die sich nicht auf dem Spielfeld befinden, sich in ihrer Komfortzone nochmal warm eingerichtet haben und sich von dort aus um einen sorgen. Sie projizieren ihre Angst und Verunsicherung auf die „Spielenden“, auf die Forschergeister. Sie sind eben noch nicht ins Abenteuerland aufgebrochen. Sie trauen Impulsen nicht, tun sie ab, werten solche ab. Sie können zur Zeit nicht anders. Man kann es ihnen nicht verdenken. Sie sind an einer anderen Stelle ihrer Entwicklung.

 

„Mittlerweile heisse ich Impulse willkommen, die Wind ins „Business“ bringen. Manche verunsichern, auf andere springe ich in Begeisterung sofort auf. Das Umfeld reagiert oft irritiert. „Soll er doch erstmal dabei bleiben. Immer wieder was Neues“ oder „Naja, der macht wenigstens was, der ist nicht so verrostet wie Du, Hans-Jürgen“. Manchmal taucht dann bei mir phasenweise Verunsicherung und Frustration auf, dass ich mich selbst nicht in einer Schublade stecken mag oder auch kann. Muss ich? Sehr oft gehört habe ich: „Sie können so viel, Sie packen so viel an. Was können Sie eigentlich richtig, also professionell? Dann beobachte ich, was in mir da innerlich mitschwingt. Ich genieße den Moment, bevor ich auch nur ansetze, darauf zu antworten. Manchmal frage ich dann nur freundlich nach. Vielleicht ist die einfachste Gleichung Berufung=Talent, das sich so zeigt, so auftut, wie es natürlich angelegt ist. Eine Anlage mit Ruf. Und wir machen einen solchen Wind darum"

 

Mein Buch erscheint unter dem Titel »Wie ich lernte, meine eigene Suppe zu kochen und damit glücklich wurde« am 23.03.2021 bei HarperCollins Germany





Dies war der allererste Entwurf,
doch den nehmen?

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Kommentare: 15
  • #1

    Karl-Heinz Schneider (Sonntag, 27 September 2020 18:01)

    Unbedingt Umschlag 1

  • #2

    Andreas Holst (Sonntag, 27 September 2020 18:10)

    Umschlag 1

  • #3

    Christiane Reilly (Sonntag, 27 September 2020 18:22)

    Ich stimme für Umschlag 2, da er auf mich moderner/jünger wirkt.

  • #4

    Timo Schneider (Sonntag, 27 September 2020 18:43)

    Moin Maurice!

    Ich finde Umschlag 1 am besten! Das wirk am authentischsten! Mach’s gut ✌�

  • #5

    Corinna Preißler (Sonntag, 27 September 2020 18:53)

    Umschlag 1 ist frisch , das helle blau ist sehr ansprechend und spiegelt den schönen Himmel von Sylt wieder !

  • #6

    Karina Mathias (Sonntag, 27 September 2020 19:00)

    Umschlag 1 finde ich schöner da die Farbe eine Leichtigkeit und frische rüber bringt

  • #7

    Toni Maretti (Sonntag, 27 September 2020 19:56)

    Umschlag 1
    Klar,sympathisch und aussagekräftig.
    Ganz wie Deine Suppe und auch Du selber.

  • #8

    Rani (Sonntag, 27 September 2020 20:07)

    Ja, der erste Entwurf ist super, das Foto viel freundlicher und zugänglicher! Viel Erfolg beim neuen Buchprojekt, ich werde es jedenfalls lesen und bin schon sehr gespannt!

  • #9

    Andreas Wittig (Sonntag, 27 September 2020 21:29)

    Gute Entscheidung zum Schreiben des Buches, bitte den Umschlag aus Entwurf 1 wählen. Liebe Grüße aus Stelingen

  • #10

    Silja (Sonntag, 27 September 2020 21:44)

    Den ersten Entwurf �

  • #11

    Andrea (Sonntag, 27 September 2020 22:01)

    Umschlag 1 passt perfekt!
    Freu mich auf das Buch, die Zeilen haben sich so toll gelesen, dass wird gekauft!
    Liebe Grüße aus der Oberpfalz

  • #12

    Gesa (Montag, 28 September 2020 07:55)

    Definitiv Umschlag 1 �
    Viel Glück �

  • #13

    Simone (Montag, 28 September 2020 22:38)

    Umschlag 1 !!!
    Hat eine unschlagbare Strahlkraft!
    Liebe Grüße und lass dich nicht unterkriegen von den nervenden Nörglern am Wagen....schön dass du geblieben bist!:-)

  • #14

    Astrid (Dienstag, 29 September 2020 20:48)

    1 ist super. Bin schon ganz neugierig auf das Buch.
    Go for it —> 1 ist bestimmt auch stärker im Abverkauf.
    Viel Erfolg !!!

  • #15

    Evelin (Mittwoch, 30 September 2020 17:52)

    Ganz klar: Umschlag 1 -
    mit komprimierter Headline - man erkennt sofort den "Suppen-Kiosk" im Hintergrund und das ist doch gut, hat der bereits Wieder-Erkennungswert wie ein eigenes Signet/Label, die Bühne, um die es geht. Mit "Suppenkasper." :-)
    Und der hellblaue Himmel über "Sylter-Suppen" ist natürlich die weite, luftige Sicht auf die Dinge, die ein Sylter Himmel mit der Champagner-Luft verspricht. Also, alles da, hinfahren, auslöffeln und wieder kommen! Einfach Maurice wie er leibt und lebt. Toi, toi, toi für die richtige Entscheidung! Viel Erfolg. HerzLicht von Evelin aus Hamburg.

Adresse:

 Dünenstraße 1, im Sylter Dünenhof List gegenüber A-Rosa Hotel. Parkplatz hinter der Sylter Eismanufaktur.
Zwischen Mylin, Stephan Boya und Bo Dünenstrauss.


Öffnungszeiten:

Di., Mi., Do. ab 12 Uhr, zur Hochsaison wandelt sich der Wagen zur Mittagsversorgung. 

Bis 13:00Uhr sind meist noch alle drei Suppen zu haben, danach solange der Vorrat reicht – bis spätestens 17 Uhr.

Reservierungen oder Sonderwünsche sind zur Zeit nicht möglich.

 

Suppen auch TO GO: 
Im kompostierbaren Pappbecher mit Deckel. Gern eigene Behältnisse, auch Töpfe, mitbringen.

Bei Regen und Sturm: 
Unter dem Vordach löffeln oder die Schüssel einfach mit ins Auto nehmen.

Restsuppen ab 17 Uhr retten
Ich mache mit bei der Lebensmittel-
Rettung auf Sylt. Sie können Restsuppen bei mir
günstig retten per toogoodtogo.de App:



Büroadresse:
SYLTER SUPPEN
Maurice Morell
Alte Bahnhofstraße 4
25992 List

Tel: (0160) 430 70 70
mm@mauricemorell.de

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