Gerade dieses Jahr mache ich mir Gedanken darüber, wie mein Suppenwagen mit noch mehr Lässigkeit oder Leichtigkeit gut und vielleicht noch besser laufen könnte. Mit besseren Abläufen, verbesserter Produktion und mehr Flexibilität und Output. Da entdecke ich ein altes Gasthaus, das komplett umgedreht wurde und bestens läuft. Das Blümchen in Freiburg.
Ich bin ja ein unbeleckter Quereinsteiger durch Zufall und mein One Man Show Wagen ist so etwas wie suppengewordener Kult, er passt nach List und die Gäste lieben es (meist). Und es ist für mich immer noch stimmig und ich mache das dennoch nicht ewig. Und ich liebe solche Gastro-Dokus. (Video hier drunter). Ich bin sehr beeindruckt, wie ein Typ mit 60 eine Traditionsgaststätte dermaßen hochgefahren hat. Mit System, konsequenter Digitalisierung, klaren Prozessen und Strukturen. Die Gäste lieben es. Und ich verstehe das. Top! Was hier und auch bei mir auf der Insel hilft: mindestens Disziplin und Herzblut. Ja, ich weiss, dass das hier keine klassische Gastronomie ist und dass nicht alle Vorspeisenteller und Süppchen wollen und nicht alle Teller miteinander teilen wollen und dass das mit dem Konvektomaten kein "Kochen" ist. Ja. Ich finde die Konsequenz und das Denken in Prozessen und klaren Strukturen toll. Es spart Energie und Nerven. Und da es schmeckt und der Gastgeber ein guter Gastgeber ist, ist daswunderbar. Die Gäste fühlen sich wohl. Was in der Küche passiert und wie effizient, ist denen erstmal egal.
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