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Warum „war ganz nett“ das Todesurteil für Gastronomen ist

Kemal Üres, Gastronom in Hamburg, spricht es aus: "Kennst du das? Du gibst alles in der Küche. Die Qualität stimmt. Das Essen schmeckt. Und trotzdem sagt der Gast am Ende nur: „War ganz nett."

Drei Worte, die irgendwo wehtun können, meint Üres. Weil sie bedeuten: Er hat gegessen, aber nichts erlebt. "In einer Zeit, in der Delivery-Apps und Convenience-Produkte überall verfügbar sind, reicht gutes Essen alleine oft nicht mehr aus. Dein Gast muss etwas fühlen. Er muss nach Hause gehen und davon erzählen."

 

Kemal Üres, bekannt als der „Gastroflüsterer“, nutzt dieses Szenario häufig, um auf ein zentrales Problem in der Gastronomie hinzuweisen: Die Lücke zwischen handwerklicher Qualität und emotionalem Erlebnis.

Seiner Analyse nach reicht es heute nicht mehr aus, „nur“ gutes Essen zu servieren, da dies vom Gast als Grundvoraussetzung (Standard) und nicht mehr als Besonderheit wahrgenommen wird. Warum ist „war ganz nett“ das Todesurteil für Gastronomen? Für Üres bedeutet diese Aussage schlichtweg, dass der Funke nicht übergesprungen ist. Er betont in seinen Coachings und Videos folgende Punkte:

Fehlende „Experience“: Qualität und Geschmack sind die Pflicht, das Gefühl ist die Kür. Wenn der Service nur funktioniert, aber keine Begeisterung auslöst, bleibt der Gast emotional unberührt.

Die Austauschbarkeit: Ein „ganz nettes“ Restaurant ist austauschbar. Der Gast kommt nicht wegen des Essens zurück, sondern wegen der Art, wie er sich dort gefühlt hat.

Service-Psychologie: Üres rät dazu, durch aktiven Beziehungsaufbau und kleine, unerwartete Aufmerksamkeiten („Wow-Momente“) aus einem zufriedenen Gast einen Fan zu machen.

Sichtbarkeit & Storytelling: Oft scheitert es laut Üres auch daran, dass die harte Arbeit in der Küche für den Gast unsichtbar bleibt. Er plädiert dafür, die eigene Leidenschaft und die Geschichte hinter den Produkten aktiv zu kommunizieren.

All dem möchte ich uneingeschränkt zustimmen.

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Adresse:

 Dünenstraße 1, im Sylter Dünenhof List gegenüber A-Rosa Hotel. Parkplatz hinter der Sylter Eismanufaktur.
Zwischen Mylin, Stephan Boya und Bo Dünenstrauss.


Öffnungszeiten:

Dienstag bis Donnerstag ab 12 Uhr, solange der Vorrat reicht. Jeder Tag ist anders. Zur Hochsaison wandelt sich der Wagen mehr hin zur reinen Mittagsversorgung. Bis 14:30 Uhr sind dann meist noch alle drei Suppen zu haben, danach solange der Vorrat reicht. Im Zweifel Anruf. Reservierungen sind nicht möglich. Wer kommt, der kommt.

 

Suppen auch TO GO:
Gern eigene Behältnisse, auch Töpfe, mitbringen. Sonst Ausgabe in Pappbechern mit nachwachsenden Deckeln. No Plastic!

 

Bei Regen und Sturm:
Unter dem Vordach oder hinter dem Wagen löffeln oder die Schüssel einfach mit ins Auto nehmen.

 

Restsuppen retten
Suppenreste sind zu schade zum Wegkippen. Sie können frische Restsuppen ggf. per App günstig bis 17 Uhr ordern und zum späteren Nachmittag oder Abend abholen. toogoodtogo.de App:



SYLTER SUPPEN
ehemals Maurice Morell
Dünenstraße 1
25992 List

Nachfolger: Martin Kustermann
Tel: +49 1525 4353591
[email protected]

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